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„ich schaff’s“: Coaching für Kinder und Jugendliche

Das Programm „ich schaff’s“ wurde in Finnland von Ben Furman und Tapani Ahola unter dem Namen Kid’s Skills entwickelt und hilft Kindern und Jugendlichen, Fähigkeiten zu erlernen, Probleme zu bewältigen und schwieriges Verhalten los zu werden. 

Der Grundgedanke dahinter ist es, dass Kinder und Jugendliche kein Fehlverhalten oder Probleme aufzeigen, sondern dass es bestimmte Fähigkeiten gibt, die noch zu erlernen sind.

Das Programm verfolgt einen systemischen, lösungsfokussierten Ansatz und diesen möchte ich hier kurz einmal vorstellen.

Grundhaltungen von ich schaff’s

Das „ich schaff’s“-Programm orientiert sich an den systemisch lösungsfokussierten Grundhaltungen:

  • Statt sich zu sehr auf Probleme und deren Ursachen zu fokussieren, legt man das Hauptaugenmerk auf mögliche Lösungen.
  • Als Grundannahme gilt, dass jedes Verhalten immer die beste Lösung ist, die einer Person aufgrund ihrer Erfahrungen und Fähigkeiten in der jeweiligen Situation gerade zur Verfügung stand.
  • Somit zielt das „ich schaff’s“-Programm darauf ab, andere (neue) Fähigkeiten wie z.B. Resilienz, Konzentrationsfähigkeit, Ehrlichkeit oder Mut zu erlernen, die in den genannten Situationen hilfreicher erscheinen, als die bisher angewandte Strategie.
  • Ein aus meiner Sicht ganz wichtiger Bestandteil des Programms besteht darin, sich seiner eigenen Ressourcen bewusst zu werden und sich ein System aus Unterstützern aufzubauen.
  • Die Coachees (also vorrangig die Kinder und Jugendlichen) werden ernst genommen und man geht immer davon aus, dass sie sich in einem Lernprozess befinden, statt ihr Verhalten in irgendeiner Weise zu verurteilen. Es ist also ganz normal, dass nicht alles auf Anhieb klappt, dass das Gelernte auch mal „vergessen“ wird und dass gemeinsam Strategien entwickelt werden müssen, um ggf. an den Einsatz der neuen Fähigkeiten zu „erinnern“.
  • Im Laufe des Programms wird vor allem darauf geschaut, was gut läuft, statt auf das, was (noch) nicht funktioniert. Der Grundsatz lautet: „Mehr von dem, was funktioniert und weniger von dem, was nicht funktioniert.“

Die 15 „ich schaff’s“ Schritte

Ben Furman hat das „ich schaff’s“-Programm in 15 Schritte aufgeteilt, an denen man sich orientieren kann.

  1. Probleme in Fähigkeiten umwandeln
    Welche Fähigkeiten müssen erlernt werden, um das Problem zu überwinden?
  2. Sich auf eine zu lernende Fähigkeit einigen
    Sich mit dem Kind/Jugendliche darauf einigen, welche Fähigkeit als Erstes erlernt werden sollte (das Kind entscheidet hier mit!)
  3. Den Nutzen der Fähigkeit herausfinden
    Welche Vorteile hat das Kind
  4. Der Fähigkeit einen Namen geben
  5. Eine Kraftfigur finden
  6. Helfer einladen
  7. Vertrauen aufbauen
  8. Die Feier planen
  9. Die Fähigkeit beschreiben
  10. Öffentlich machen
  11. Die Fähigkeit üben
  12. Erinnerungshilfen finden
  13. Den Erfolg feiern
  14. Die Fähigkeit an andere weitergeben
  15. Zur nächsten Fähigkeit übergehen

Wichtig dabei ist der Grundsatz: Alles kann – nichts muss!

Die Schritte dienen zur Orientierung und man darf sich wie bei einem Buffet daraus bedienen. Ich sehe sie nicht als enges Korsett. Stattdessen schaue ich in der Arbeit mit meinen Klientinnen und Klienten jeweils was gerade benötigt wird.

Für wen ist „ich schaff’s“ geeignet

Das Programm wurde ursprünglich für Kinder und Jugendliche entwickelt. Es lässt sich einsetzen im 1:1-Setting zur Bearbeitung unterschiedlichster Fragestellungen – z.B. Konzentration, Schüchternheit (Sprechen von der Klasse), aggressives Verhalten oder Beziehungen (zu Eltern, Gleichaltrigen, Lehrpersonen, etc.). Das sind wirklich nur Auszüge, denn im Prinzip ist jedes Thema denkbar, bei dem man sich eine Verbesserung oder Veränderung wünscht.

„ich schaff’s“ lässt sich aber auch in Gruppen – zum Beispiel ganzen Schulklassen einsetzen. So habe ich zum Beispiel in 2022 eine 2. Klasse begleitet, die sich ein besseres, wertschätzenderes Miteinander gemeinsam erarbeitet hat.

Die Grundsätze von „ich schaff’s“ kann ich darüber hinaus auch in meiner Rolle als Mutter wunderbar einsetzen. Indem ich meinen Kindern offen begegne und ihnen Dinge zutraue, stärke ich ihr Selbstbewusstsein und ihre Selbständigkeit.

Was für Kinder gut ist, kann für Erwachsene nicht schlecht sein – deshalb gibt es „ich schaff’s“ auch für Erwachsene und ich habe Teile daraus auch schon in meinen Coachings verwendet.

Wie ich zu ich schaff’s kam

Im Rahmen meiner Ausbildung zur systemischen Beratung bin ich das erste Mal mit dem Programm in Berührung gekommen. Wir hatten sogar die Ehre, es von Ben Furman persönlich erklärt zu bekommen – ein sehr sympathischer Mensch übrigens.

Beflügelt von der Einführung habe ich im Mai 2022 an einem dreitägigen „ich schaff’s“ Zertifizierungsworkshop teilgenommen. Damit ich aber auch wirklich das offizielle Zertifikat mit allem Pipapo bekomme, darf ich jetzt noch einen eigenen Fall einreichen und an einer Supervision teilnehmen.

Meine offizielle Zertifizierung muss somit leider noch bis Juli 2023 warten, aber ich freue mich bald als zertifizierter „ich schaff’s“-Coach zu arbeiten. In der Zwischenzeit kannst du mit mir aber schon auf folgende Art zusammenarbeiten: So kannst du mit mir arbeiten.


Danielle Berg
Lösungsforscherin -Danielle Berg

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und vereinbare gerne einen unverbindlichen Termin mit mir.

34 Antworten auf „„ich schaff’s“: Coaching für Kinder und Jugendliche“

[…] Durch ich schaffs wird ihr Blick geschärft für die eigenen Ressourcen sowie für das was trotz aller Herausforderungen gut läuft. Es steckt noch soviel mehr dahinter, was aber diesen Artikel hier sprengen würde 😅 Ein paar weiterführende Informationen findest du hier: „ich schaff’s“: ein lösungsfokussiertes Programm für Kinder und Jugendliche. […]

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