Danielle Berg sitzt barfuß im Schneidersitz im Sand, trägt ein helles Shirt und eine gemusterte petrolfarbene Hose und lächelt in die Kamera.

Lösungsforscherin. Auf Umwegen.

Ich bin Danielle Berg, Lösungsforscherin aus Ingelheim bei Mainz. Ich suche nicht das Problem, sondern die nächste Fähigkeit – bei Kindern, bei Frauen mit eigenen Zielen, bei Klassen und Teams. Hier steht, wie ich dazu gekommen bin.

Meine Geschichte

Ich wollte immer schon Menschen weiterbringen. Der Umweg dauerte zwanzig Jahre.

Mit 18 wollte ich etwas Soziales studieren. Ich hatte, was man wohl ein Helfersyndrom nennt: Ich wollte Menschen unterstützen und voranbringen. Man riet mir ab, ich würde mir die Probleme der anderen mit nach Hause nehmen. Mit 18 stimmte das wahrscheinlich sogar.

Danielle Berg sitzt an einem Holztisch mit LEGO® Steinen und einer kleinen Elefantenfigur und lächelt zu jemandem außerhalb des Bildes.

Also wurde es Technik, ziemlich spontan. Wirtschaftsinformatik, danach ein Jahr Work & Travel in Australien, dann zwanzig Jahre Softwareentwicklung. Ein Gespür für komplexe Zusammenhänge hatte ich immer schon – für technische und für zwischenmenschliche gleichermaßen. In Projekten war am Ende immer ich die, die für das Zwischenmenschliche zuständig war. Ich merke, wenn die Stimmung zu kippen droht, suche nach Lösungen und sorge dafür, dass wir das Ziel dabei nicht aus den Augen verlieren. Das stand in keiner Stellenbeschreibung. Ich habe es einfach gemacht.

Dass ich lösungsfokussiert denke, wusste ich lange gar nicht. Ich habe Probleme nie lange gewälzt, sondern darauf vertraut, dass es irgendwie eine Lösung geben muss. Machen statt Jammern, das war immer mein Motto. Erst in den Weiterbildungen habe ich gemerkt, dass es dafür einen Namen gibt und eine Methode dahinter.

Damit das nicht zu glatt klingt: Natürlich gibt es auch bei mir Tage, an denen ich erst mal jammern und klagen muss. Das hält nur nie lange an. Und wenn es ganz schlimm wird, hilft warmer Schokoladenpudding, tiefes Durchatmen oder ein längerer Spaziergang. Danach sieht die Welt meistens schon ganz anders aus.

Die LEGO® Steine kamen später dazu. Faszinierend fand ich sie schon immer, weil man mit ihnen kreativ sein kann – vor allem, wenn man nicht einfach ein fertiges Set nach Anleitung baut, so wie früher.

Was in einem Workshop passiert, geht aber weit über das Bauen hinaus. Am Anfang sitzen die meisten erst mal da und wissen gar nicht so genau, was sie bauen sollen. Die Aha-Momente kommen, sobald sie einfach loslegen – und richtig dann, wenn sie sich ihre Modelle gegenseitig vorstellen. Beim Erzählen fällt ihnen oft etwas ein, das beim Bauen noch gar nicht da war. Und beim Zuhören kommen sie auf neue Ideen. Die Sätze, die ich am häufigsten höre, sind „Ach, so hast du das gemeint“ und „Ich dachte immer, wir laufen in unterschiedliche Richtungen, aber eigentlich meinen wir dasselbe“.

Wer skeptisch reinkommt, den ermutige ich einfach, loszubauen und sich auf den Prozess einzulassen. Meiner Erfahrung nach sind genau das am Ende oft die Menschen, die die kreativsten Modelle bauen und in der Methode richtig aufgehen. Bei Kindern und Jugendlichen nimmt das Bauen spürbar Druck raus. Sie müssen nicht sofort eine Antwort parat haben, sondern dürfen sich erst mal Zeit nehmen und beim Bauen ihre Gedanken sortieren.

Und ganz nebenbei: Ich finde das Bauen ziemlich meditativ, das Sortieren übrigens auch. Das beruhigt aufgeheizte Gemüter – und mit dieser Leichtigkeit kommt man an schwere Themen ganz anders heran.

Wenn du wissen willst, wie das in deiner Situation aussehen kann: Lass uns 15 Minuten reden.

Raus aus dem Kopf, rein ins Handeln

Das ist mein Claim, und er beschreibt ziemlich genau, wie ich arbeite. Ich bin überzeugt davon, dass es hilft, nicht zu lange über die Dinge nachzudenken, sondern sie sichtbar zu machen. Egal ob das Ziele sind oder irgendwelche anderen Gedanken.

Wenn du Klarheit hast, wenn alles vor dir liegt, aufgebaut oder aufgemalt oder wie auch immer, dann kannst du viel besser losgehen. Und dann erreichst du deine Ziele auch wirklich fokussiert.

Ich will, dass Menschen ins Tun kommen. Und dass sie durch ihre Modelle, oder durch das, was am Ende sonst auf dem Tisch liegt, sich selbst besser verstehen – und einander gleich mit.

Weniger jammern, mehr tun. Einfach machen.

Wie ich wurde, was ich bin

Vorher

Eigentlich wollte ich etwas Soziales

Mit 18 wollte ich in eine soziale Richtung. Menschen unterstützen, weiterbringen. Man riet mir ab: Ich würde mir die Probleme der anderen mit nach Hause nehmen. Wahrscheinlich stimmte das damals sogar.

2004

Technik statt Soziales

Diplom Wirtschaftsinformatik, ziemlich spontan entschieden. Daraus wurden zwanzig Jahre Softwareentwicklung: zerlegen, verstehen, wieder zusammensetzen. Ein Gespür für komplexe Zusammenhänge hatte ich immer, für technische wie für zwischenmenschliche.

dazwischen

Ein Jahr Australien

Work & Travel, ein ganzes Jahr lang, bevor ich in den ersten Job gestartet bin.

2014

Richtig mit dem Laufen angefangen

Mein erster Kilometer war das nicht, aber vorher habe ich mich immer schwergetan damit und war lieber auf Inline-Skates unterwegs. Jetzt trainiere ich regelmäßig, bei einer Trainerin, die heute zu meinen engsten Freundinnen gehört. Zwei, drei Kilometer am Stück, mit Müh und Not. Danach immer ein Stück mehr.

2016

Schulelternbeirat

Vorsitzende bis 2023, Klassenelternsprecherin durchgängig von 2019 bis 2025. Ich kenne Schule nicht als Gast.

2019

Marathon

42,195 Kilometer, mein erster und einziger Marathon. Den brauchte ich für mein ganz persönliches Ego, denn in der Schule war ich der absolute Sportmuffel. Ich musste mir und den Sportlehrern beweisen: Sie kann es doch. Fünf Jahre nach den ersten drei Kilometern.

2021

Anmeldung und Diagnose

Im November melde ich mein Gewerbe an. Um Weihnachten kommt die Diagnose Brustkrebs. Die Weiterbildung mache ich weiter, den Blog dazu setze ich schnell auf.

2021–2023

Systemische Beratung, ILK Bielefeld

Coronabedingt viel online, aber mit 100 Beratungsstunden, die ich nachweisen musste. Abschluss im Mai 2023, zeitgleich mit dem „ich schaff’s“-Coach. Ab Januar 2023 läuft dann auch das Unternehmen richtig – gleichzeitig arbeitsunfähig sein und gründen, das ging nicht.

Kleines LEGO Modell auf einer 16x16 Grundplatte, draußen auf einem Baumstamm in der Sonne

2024

Die Steine kommen dazu

Ausbildung zur Facilitator für die LEGO® Serious Play® Methode bei HelloAgile in Wiesbaden – und im selben Jahr noch die Advanced-Stufe. Im August die 55 Kilometer beim Mammutmarsch, über 30 Grad, rund 1.000 Höhenmeter um Wiesbaden. Zum Jahresende der „ich schaff’s“-Elterncoach.

2025

Ein eigenes Format

Ich entwickle die Baunächte als eigenes Format mit der LEGO® Serious Play® Methode – und den Ziele-Kompass. Dazu die erste Session beim LSP Bar Camp, das Buch bei Carl-Auer, wieder ein Halbmarathon und der zweite Mammutmarsch, schneller als beim ersten Mal.

heute

Lösungsforscherin

Eigenes Unternehmen. Kinder, Frauen, Klassen und Kita-Teams. 2026 wieder eine Session beim LSP Bar Camp. Ein Grundsatz für alle: Jedes Verhalten hat einen guten Grund, und es gibt immer eine Lösung – sie ist nur oft nicht sofort sichtbar.

Qualifikationen

Das steht auf den Zertifikaten. Was es im Raum bedeutet, steht oben.

  • Systemische Beraterin, ILK Bielefeld (2023) – SG– und DGSF-anerkannt
  • „ich schaff’s“-Coach nach Ben Furman, ich schaff’s Institut (2023)
  • „ich schaff’s“-Elterncoach (2024)
  • Advanced Facilitator of LEGO® Serious Play® methods and materials
  • Mitautorin bei „Ich schaffs!“ für Gruppen und Klassen, Carl-Auer Verlag
  • Diplom-Wirtschaftsinformatikerin (FH), zwanzig Jahre Softwareentwicklung

Persönliches

8

Kisten LEGO® Steine reisen mit, wenn ich einen Workshop gebe. Die stapele ich auf einen Wagen und schiebe sie durch Treppenhäuser und Aufzüge. Das Bauen ist das eine, das Sortieren danach finde ich fast genauso schön.

Danielle Berg im Aufzug neben einem Wagen mit gestapelten gelben LEGO Kisten auf dem Weg zu einem Workshop

16 × 16

Die Grundplatte, auf der bei mir alles anfängt. Perfekte Größe. Ein Lieblingsteil habe ich nicht, aber ohne diese Platten fahre ich nicht los.

Selbst gebackenes Brot mit knuspriger Kruste in einem gusseisernen Topf

Alle 2 Wochen

schaffe ich es, Brot zu backen. Öfter wäre mir lieber, denn selbst gebacken schmeckt es einfach viel besser als gekauft. In unserem Kühlschrank leben dafür ein Weizensauerteig namens Rodriguez und ein Roggensauerteig namens Ferdinand-Fridolin. Am liebsten backe ich, wenn sich andere darüber freuen.

Hand setzt einen rosa LEGO Stein auf ein kleines Modell auf einer grünen 16x16 Grundplatte

4

Vereine, in denen ich aktiv bin. Mal mehr, mal weniger. Dazu kamen über die Jahre der Elternausschuss im Kindergarten, viele Jahre als Klassenelternsprecherin und der Schulelternbeirat.

Danielle Berg läuft im Regen beim Frankfurt Marathon

1

Marathon, und dabei bleibt es. Vor allem die Vorbereitung ist enorm zeitintensiv, und ich widme mich lieber auch noch anderen Themen. Heute laufe ich 10-km-Läufe oder Halbmarathons, und regelmäßiges Lauftraining gehört für mich fest zum Alltag.

Meine Brustkrebsreise

Kurz vor Weihnachten 2021 war ich zur Vorsorge. Meine langjährige Frauenärztin war überraschend in den Ruhestand gegangen, ich saß also bei ihrer Nachfolgerin – und die hat es sofort entdeckt und mich noch am selben Tag zur Mammografie geschickt. Das Ergebnis mit Biopsie kam kurz nach Weihnachten. Über die Feiertage bin ich davon ausgegangen, dass sich das alles in Wohlgefallen auflöst.

Die Diagnose habe ich dann mit Fassung ertragen, denn was sollte ich denn jetzt schon machen? Ich habe mich nie gefragt, warum ausgerechnet ich. Überrascht war ich schon, weil ich nie damit gerechnet hatte, dass mir so etwas passieren könnte. Aber die Frage nach dem Warum hat mich nicht beschäftigt, sondern die andere: Was kann ich jetzt tun, um gut durch die Therapie zu kommen und schnell wieder gesund zu werden?

Ich habe früh erzählt, dass ich krank bin. Erst einer Bekannten, die es selbst durchgemacht hatte, dann meinem Arbeitgeber und der Seminarleitung – noch bevor ich wusste, wie die Therapie überhaupt aussehen würde. Ich wollte einfach, dass sie Bescheid wissen. Den Blog habe ich angefangen, weil eine gute Bekannte mir riet, ein Sprachrohr zu finden. Es kamen ohnehin immer dieselben Fragen: Wie ist es dazu gekommen, wie hast du es erkannt, wo stehst du gerade. So konnten sich alle informieren und dann gezielt nachfragen. „Meine ungeplante Reise“ habe ich ihn genannt – deshalb rede ich bis heute von meiner Brustkrebsreise.

Geholfen hat mir jede Form von Selbstbestimmung. Die Entscheidung, zu welchen Ärzten ich gehe. Alles, was ich selbst in der Hand hatte – viel war das zeitweise nicht, aber es war meins. Und wenn es mir schlecht ging, bin ich zwanzig Minuten spazieren gegangen. Das hat wahre Wunder gewirkt.

Die systemische Weiterbildung habe ich in dieser Zeit weitergemacht. Nicht aus Ehrgeiz, sondern weil es gut war, etwas zu haben, das nichts mit Krankheit zu tun hatte.

Lass uns 15 Minuten reden.

Du erzählst, wo es hakt. Ich sage dir ehrlich, ob und wie ich helfen kann. Kostenlos, ohne Verpflichtung.