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Vom Warten: Vertrauen auf den Prozess

Warten – das war das Motto des 1. Dezembers bei mir. Es kam einiges nicht ganz so, wie ich es ursprünglich geplant hatte. An dem Donnerstag durfte ich als mal wieder lernen, die Dinge so hinzunehmen, wie sie eben sind und dem Prozess zu vertrauen.

Warten beim Onkologen

Zunächst war ich bei meinem Onkologen zur Blutabnahme und zum Besprechen, wie es mit den Tabletten so läuft. Für die Blutabnahme war ich auch sofort dran, aber ich durfte dann erstmal nochmal im Wartezimmer Platz nehmen.

Das ist ja erstmal ok und es war auch sonst kaum jemand im Wartezimmer – sollte aber schnell gehen. Ach was hab ich mich getäuscht. Zwischendurch habe ich mitbekommen, dass der Arzt etwas hektisch durch die Gegend lief und lange telefoniert hat – worum es genau geht, hab ich zunächst nicht mitbekommen.

Nach ca. einer Stunde Wartezeit – das Wartezimmer war inzwischen gut gefüllt – hab ich es dann doch gehört (ich kann ja meine Ohren leider nicht einfach so „abschalten“, sondern nehme immer alle möglichen Gespräche wahr – ob ich will oder nicht.): die Computer gehen nicht mehr. Damit hatten sie keinen Einblick mehr in die Patientenakten und konnten daher ihre Patienten nicht mehr wirklich „bedienen“.

Ich finde es schon erstaunlich, wie abhängig wir heutzutage von der IT sind – irgendwie ist das ja gut für mich als Software-Entwicklerin. Andererseits ist es bedenklich, wenn denn Patienten nicht mehr richtig versorgt werden können. Es hat halt wie immer alles zwei Seiten.

Mit ca. 2 Stunden Verzug war ich dann doch noch dran, aber der Doc war gefühlt nicht so 100%-ig bei der Sache. Er meinte, das System sei an dem Tag schon zweimal abgestürzt. Er hat mir irgendwie ein bisschen leid getan.

Warten auf Medikamente

Ich habe wieder ein Rezept bekommen für dieses Medikament, dass ich jetzt täglich 2x nehmen darf. Bei der Apotheke ist das nie vorrätig, so dass ich es erst in den nächsten Tagen abholen (lassen) kann.

Die Apotheke würde mir das Medikament auch nach Hause liefern, aber frühestens am Dienstag – da sitze ich dann allerdings schon im Zug in Richtung Reha. Daher darf mein lieber Mann das am Montag für mich abholen ❤️

Warten auf den Götterboten

Durch die lange Verzögerung beim Onkologen hatte ich Sorge, nicht pünktlich wieder zu Hause zu sein, denn es sollte doch mein Gepäck für die Reha abgeholt werden. Das ist tatsächlich ein Service der Deutschen Bahn – bzw. übernimmt die Kosten für den Gepäckservice (wie auch für die Bahnfahrt) die Rentenversicherung für mich. Der Abholtermin war auf den Zeitraum von 12:00 Uhr bis 15:00 Uhr terminiert. Ich war auch brav ab ca. 11:40 zu Hause – wer nicht da war, war Hermes, der Götterbote, um meinen Koffer abzuholen.

Da bis 15:30 immer noch kein Abholdienst da war, habe ich mal geschaut, ob ich etwa in der Sendungsverfolgung sehe – hier ist es wieder gut, dass es die IT gibt. Dort gab es tatsächlich einen Eintrag von 12:02 Uhr – man hätte mich nicht angetroffen und würde es morgen nochmal probieren. Hä?! Ich war doch aber ganz sicher zu Hause und auch in der Nähe unserer Klingel.

Nagut, dann warte ich eben und überlege, ob ich nicht doch noch ein zweites Gepäckstück dazu stelle. 😅

Gegen 17:30 Uhr am selben Tag kam er dann aber doch (nochmal?) der Götterbote und wollte zwei Koffer mitnehmen. Ich konnte ihm nur einen bieten – da hat er das 2. Paketband einfach quasi vernichtet. In der Sendungsverfolgung stand dann, dass 2 Koffer abgeholt wurden .. uijuijui.. ob das gut geht? Lassen wir uns überraschen.

Jetzt überlege ich, wieviel Handgepäck ich wohl noch brauche, um wirklich alles dort zu haben. Ständig fallen mir neue Dinge ein, die ich noch mitnehmen sollte. 🙈 Im Sommer hätte ich vermutlich nur halb soviel Gepäck.

Wie gehst du mit unverhofften Planänderungen um .. und hast du Erfahrungen mit dem Gepäckservice der Deutschen Bahn? Teile das gerne mit mir in den Kommentaren.

3 Antworten auf „Vom Warten: Vertrauen auf den Prozess“

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