Warum ich den Ziele-Kompass entwickelt habe

Es gibt eine Frage, die ich in meinen Coachings immer wieder höre. Sie kommt nicht am Anfang, nicht in einem offiziellen Moment. Sie kommt meistens dann, wenn die Person gerade verstanden hat, dass etwas in ihrem Leben anders werden soll – und merkt, dass sie gar nicht genau weiß, was: Genau für diese Suche habe ich die Ziele-Kompass-Methode entwickelt.

„Wo fange ich eigentlich an?“

Ich kenne dieses Gefühl. Sehr gut sogar.


Bevor der Kompass einen Namen hatte

Ich bin, wie ich im Artikel über den Ziele-Kompass schon beschrieben habe, eine klassische Scanner-Persönlichkeit. Viele Interessen, viele Ideen, viele Vorhaben – und trotzdem lange nicht wirklich klar darüber, was ich zuerst anpacken will. Oder genauer: was ich wirklich will, nicht nur was ich gerade spannend finde.

Aber ich habe es versucht. Ich habe unzählige Kurse zur Persönlichkeitsentwicklung gemacht. Bücher gelesen – stapelweise. Mich selbst coachen lassen. Ich habe Jahresplanungen aufgesetzt, Vision Boards gebastelt, SMART-Ziele formuliert, Journaling-Methoden ausprobiert.

Und weißt du, was ich dabei festgestellt habe? Jede dieser Methoden ergibt für sich genommen Sinn. Wirklich. Aber sie sind alle zu einseitig. Die eine fragt nur nach der Vision. Die nächste nur nach den Hindernissen. Die dritte nur nach den Gewohnheiten. Viel Theorie, viel Input – aber oft wenig Konkretes, das wirklich zu meinem Leben gepasst hat.

Und jedes Mal passierte dasselbe: Nach ein paar Wochen lag das alles irgendwo – im Schreibtischfach, im Notizbuch, im Gedächtnis – und ich war wieder genau dort, wo ich angefangen hatte. Mit dem Kopf voller Möglichkeiten und dem leisen Gefühl, dass irgendwas grundsätzlich nicht stimmte.

Das war nicht das Problem mit meiner Disziplin. Das war das Problem mit den Werkzeugen.


Was an klassischen Methoden nicht funktioniert

SMART-Ziele sind großartig – für Projekte. Für Budgets. Für Abgabefristen. Aber für die Frage „Was will ich eigentlich in den nächsten drei Monaten wirklich verändern?“ – da werden sie seltsam kalt. Sie fragen nach dem Was und dem Wann. Aber nicht nach dem Warum. Nicht nach dem Wer. Nicht danach, was gerade eigentlich los ist in deinem Leben, das dir diese Veränderung gleichzeitig so schwer und so wichtig macht.

Ich habe das nicht nur bei mir selbst beobachtet. Ich habe es in meinen Coachings immer wieder erlebt – bei Frauen, die seit Jahren wissen, dass sie etwas verändern wollen, und trotzdem nicht vorankommen. Bei Jugendlichen, die einen Traum haben, aber keinen Weg. Bei Eltern, die für ihre Kinder alles möglich machen wollen und dabei vergessen haben, was sie selbst noch wollen.

Nicht weil ihnen die Motivation fehlte. Sondern weil ihnen das richtige Werkzeug fehlte.


Die Idee hinter der Ziele-Kompass-Methode

In meiner Arbeit als systemische Beraterin und ich schaff’s-Coach habe ich gelernt, dass Ziele nicht einfach gesetzt werden. Sie entstehen. Durch das richtige Nachdenken, die richtigen Fragen, die richtige Reihenfolge.

Irgendwann begann ich, mir diese Fragen aufzuschreiben. Welche funktionieren wirklich? Welche bringen Menschen in Bewegung – nicht nur im Kopf, sondern im Bauch? Welche öffnen etwas, das vorher zu war?

Ich kombinierte, was ich in Jahren des Studiums, der Ausbildung und der Praxis gelernt hatte: die lösungsfokussierte Haltung nach Steve de Shazer und Inso Kim Berg, den ich schaff’s-Ansatz von Ben Furman, Erkenntnisse aus der positiven Psychologie, die WOOP-Methode und die Pyramid of Purpose. Und ich ergänzte das Ganze mit dem, was ich in echten Coaching-Gesprächen immer wieder erlebt hatte: dass Menschen sich oft selbst die beste Antwort geben können – wenn man ihnen die richtigen Fragen stellt.

Heraus kamen 16 Reflexionsfragen, strukturiert nach vier Himmelsrichtungen: Nordstern, Optimismus, Situation, Werte & Warum – kurz: NOSW. Diese vier Himmelsrichtungen bilden bis heute das Herzstück der Ziele-Kompass-Methode.

Der Ziele-Kompass war geboren. Nicht als fertige Methode, die man einmal abarbeitet und dann abhakt. Sondern als Framework – als Gerüst, das trägt und gleichzeitig Raum lässt. Denn jede der vier Himmelsrichtungen lässt sich beliebig vertiefen und erweitern. Genauso wie der Blick auf den Horizont schier unendlich ist, ist auch jede Richtung des Kompass eine Einladung, immer tiefer zu schauen – wenn du bereit bist. Der Kompass alleine wird nicht alles verändern. Aber er schafft die Basis. Er gibt dir Orientierung, bevor du losgehst. So wurde aus einer losen Sammlung von Fragen die Ziele-Kompass-Methode, wie ich sie heute im Coaching nutze.


Was mich dabei selbst überrascht hat

Ich hätte gedacht, dass das Entwickeln des Kompasses vor allem ein intellektuelles Projekt wird. Eine Art Destillation von Methoden. Ich hatte nicht erwartet, dass es mich persönlich so viel lehren würde.

Als ich die Fragen das erste Mal selbst beantwortete – wirklich beantwortete, nicht nur testweise – saß ich eine Weile mit den Antworten. Und dann passierte etwas, das ich meinen Klientinnen seither immer wieder beschreibe: Dieses leise „Ah. Da ist es.“

Nicht ein großes Aha. Kein Feuerwerk. Nur: Klarheit. Plötzlich wusste ich nicht nur, was ich wollte – sondern auch, warum mir das wichtig war. Und was mich bisher davon abgehalten hatte. Und welcher erste Schritt wirklich realistisch war.

Das Werkzeug, das ich für andere entwickelt hatte, hat auch mir selbst geholfen. Das hätte ich so nicht erwartet.


Für wen der Ziele-Kompass gemacht ist – und für wen nicht

Ich bin ehrlich: Der Ziele-Kompass ist kein Schnellschuss. Er ist kein Tool, das du in fünf Minuten nebenbei ausfüllst. Er braucht etwas Zeit, etwas Ruhe und die Bereitschaft, ehrlich mit dir selbst zu sein.

Der Kompass ist genau richtig für dich, wenn:
  • Du das Gefühl hast, dass da noch mehr in dir steckt – aber nicht weißt, wo du anfangen sollst
  • Du dich oft zwischen zu vielen Ideen und Möglichkeiten verlierst
  • Du bereits Ziele gesetzt hast – aber irgendwie nie wirklich losgelegt hast
  • Du weißt, dass du etwas verändern willst, aber nicht, was oder wie
  • Du dir eine Methode wünschst, die nicht nur im Kopf, sondern auch im Herz landet

Die Ziele-Kompass-Methode ist nichts für dich, wenn:

  • Du eine schnelle To-do-Liste suchst
  • Du einen konkreten Projektplan für ein externes Ziel brauchst
  • Du noch gar nicht bereit bist, in dich hineinzuschauen – das ist völlig okay, dann kommt der Kompass vielleicht später

Was ich seither beobachte

Seit ich den Ziele-Kompass in meiner Arbeit einsetze – im Einzel-Coaching und in meinen Begleitformaten – erlebe ich immer wieder dasselbe: Menschen, die anfangs skeptisch sind („Das ist mir zu abstrakt“ oder „Ich kenne meine Ziele doch schon“), die nach dem Durcharbeiten sagen: „Ich dachte, ich weiß, was ich will. Aber das hier hat mir gezeigt, warum ich es eigentlich will. Das ist ein riesiger Unterschied.“

Genau dieser Unterschied ist es, der Menschen in Bewegung bringt. Nicht das Ziel. Das Warum dahinter.


Du willst es selbst ausprobieren?

Wenn du dich anmeldest, bekommst du gleich zwei Dinge:

  • Das kostenlose Workbook mit allen 16 Reflexionsfragen, Platz zum Schreiben und einer Anleitung für deinen 3-Monats-Sprint
  • Zugang zum Ziele-Kompass als Custom GPT – damit kannst du die Fragen direkt im Gespräch mit KI bearbeiten, wenn dir das lieber ist als Stift und Papier

Du brauchst keine Vorkenntnisse. Nur etwas Zeit für dich.


Und wenn du tiefer gehen möchtest?

Der Ziele-Kompass ist der erste Schritt. Wenn du merkst, dass du beim Bearbeiten auf Stellen stößt, an denen du nicht weiterkommst, oder sich plötzlich Themen auftun, die bisher verschlossen waren, dann ist das kein Zeichen, dass etwas falsch läuft. Oft ist es das Gegenteil. Es kommt plötzlich etwas in Bewegung.

In diesem Fall begleite ich dich gerne persönlich: im 1:1-Coaching, als 30-Tage-Sprint für fokussierte Veränderung oder als Ziel-Streb-ich – meinem Format, wenn du weißt, wohin du willst, aber jemanden brauchst, der mit dir geht.


Danielle Berg 2024 (Foto: Andrea Schombara)

Wer schreibt hier eigentlich?

Hi, ich bin Danielle Berg, systemische Beraterin (SG), ich schaff’s-Coach und LEGO® SERIOUS PLAY® Facilitator.

Mit meinem lösungsfokussierten Coaching – gepaart mit der Lego® Serious Play®-Methode – unterstütze ich vor allem Frauen, Kinder, Jugendliche, Eltern und Schulklassen dabei, ihre eigenen Stärken und Ressourcen zu erkennen, den Fokus auf das zu legen, was bereits gut funktioniert und dadurch den täglichen Herausforderungen mit mehr Gelassenheit zu begegnen.

Meine Kernthemen:

  • vielbeschäftigte Frauen und Eltern: Endlich wieder sich selbst in den Fokus nehmen, eigene Stärken erkennen und Ziele motiviert erreichen.
  • Eltern, Schüler:innen und Lehrkräfte: (Schul-) Stress bewältigen, Ziele erreichen und eigene Stärken entdecken und weiterentwickeln
  • Kinder und Schulklassen: für ein besseres soziales Miteinander.
  • Eltern, Schüler:innen und Lehrkräfte: Ziele erreichen, Verhalten und Gewohnheiten ändern, motiviert und fokussiert dran bleiben
  • Eltern, Schüler:innen und Lehrkräfte: Mehr Harmonie in der Klasse und in der Eltern-Kind-Beziehung

Hier kannst du mehr über mich und meine Angebote erfahren.

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