Cocktailparty – die erste

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Infusionsbeutel mit Kochsalzlösung am Ständer, orange markiert

Ich habe mein Zimmer zugewiesen bekommen und hatte noch freie Platzwahl. Da hab ich mir doch glatt mal den Fensterplatz gesichert. Die Aussicht lässt ein bisschen zu wünschen übrig, aber immerhin ist der Himmel blau.

Blick aus dem Klinikfenster auf die gegenüberliegenden Gebäude unter blauem Himmel
Ausblick

Gegen 12:30 ging es los mit der Cocktailparty. Kurz zuvor bekam ich nochmal Besuch von der Oberärztin, die nach meinem allgemeinen Befinden gefragt hat. Nachdem sie mich bei unserem Erstgespräch fast etwas überrollt hatte, was sie dieses Mal deutlich einfühlsamer. Das gab mir ein gutes Gefühl.

Als ersten „Cocktail“ bekam ich eine Elektrolyt-Lösung, damit ich den ganzen Spaß auch einigermaßen vertrage. Das war also noch eher ein alkoholfreier Vertreter 😉 Mein neuer Freund für die kommenden Stunden ist „Rudi“, der mich sogar bis auf’s Klo begleitet.

Infusionsständer mit Kochsalzlösung neben dem Krankenhausbett
Mein Cocktail-Freund

Danach kam der erste „richtige“ Cocktail, bei dem ich mich möglichst wenig bewegen durfte. Ich hab ihn als „Campari Orange“ bei mir abgespeichert, weil dieser genauso eine schöne rote Farbe hat. Als nächstes kam dann noch ein zweiter, klarer Cocktail – ganz bestimmt Gin Tonic. 🍹🍹

Damit es mir nicht langweilig wird, bekam ich zwischendurch immer mal wieder Besuch von Ärzten und Schwerstern und auch von einer Psycho-Onkologin. Mit letzterer bin ich irgendwie nicht so ganz warm geworden. Das liegt vermutlich an meiner eigenen Ausbildung zur lösungsfokussierten systemischen Beraterin. Das ist ein ganz anderer Beratungsansatz als sie gewählt hat. Da bin ich dankbar für meine Ausbildungsgruppe, die ich immer wieder fragen darf.

Ca 15:30 war dann alles durchgelaufen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine wahrnehmbaren Nebenwirkungen.. Außer dass ich aufgrund der vielen Flüssigleiten ständig aufs Klo musste.

Danielle Berg lächelt, im Hintergrund grüne Blätter im Sonnenlicht

Wer hier schreibt

Hi, ich bin Danielle. Hier schreibe ich über meine ungeplante Reise – über das, was nach der Diagnose kam, und über das, was mir unterwegs geholfen hat. Angefangen habe ich damit, weil es einfacher war, als immer wieder dieselben Fragen zu beantworten. Geblieben bin ich, weil ich Mut machen möchte – Betroffenen wie Angehörigen.

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Meine ungeplante Reise

Alle Beiträge aus der Zeit nach meiner Diagnose – ein persönliches Tagebuch, keine medizinische Beratung.

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