Mundhygiene 2.0

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Mundhygiene 2.0: Olivenöl

Seit ein paar Tagen merke ich, dass mein Zahnfleisch empfindlicher geworden ist – eine der vielen Nebenwirkungen dieser Cocktails. Die Chemo zerstört eben nicht nur die bösen Krebszellen, sondern greift auch Schleimhäute und andere schnellwachsende Zellen an. Da über die Nahrung sich Bakterien an den Zähnen, den Zahnzwischenräumen und in den Zahnfleischtaschen absetzen können, ist eine gute Mundhygiene unabdingbar.

Zähneputzen

In erster Linie zählt zu einer guten Mundhygiene natürlich das regelmäßige Zähneputzen und die regelmäßige Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide. Ich bin bei meiner Zahnbürste auf einen weicheren Bürstenkopf gewechselt.

Salbeitee

Außerdem lohnt es sich, den Mund regelmäßig (vor allem nach dem Mahlzeiten) mit Salbeitee zu spülen und auch damit zu gurgeln. Die im Salbei enthaltenen Gerbstoffe beruhigen und heilen entzündete Schleimhäute. Das hilft übrigens auch bei Erkältungen.

Mundhygiene 2.0: Mundspülung mit Salbeitee
Mundspülung mit Salbeitee

Ölziehen

Ölziehen ist eine Heilmethode aus dem Ayurveda. Ich kann mich erinnern, dass eine liebe Freundin das früher immer zur Entgiftung gemacht hat und ich mir das damals für mich nicht vorstellen konnte. Tatsächlich hat meine Recherche jetzt ergeben, dass das Ölziehen zumindest im Zusammenhang mit der Zahnfleisch- und Mundgesundheit gute Wirkung zeigt, denn das Öl bindet zusammen mit dem Speichel Bakterien aus dem Mundraum, aus den Zahnzwischenräumen und den Zahnfleischtaschen, die dann entsprechend ausgespuckt werden.

Wichtig ist:

  • ein hochwertiges Öl verwenden (ich nehme ein kaltgepresstes Bio-Olivenöl)
  • das Öl (ca. 1 EL) mindestens 20 Minuten (!) im Mund lassen und hin- und her bewegen, denn nur dann kann es wirklich alle Zwischenräume erreichen
  • Öl nicht herunter schlucken
  • Ölkur noch vor der ersten Mahlzeit durchführen
  • hinterher gut ausspülen und Zähne nochmal gründlich putzen

Mein Zahnfleisch hat sich schon nach einmaliger Anwendung in Kombination mit dem Salbeitee deutlich beruhigt. Für mich wird das daher jetzt zur täglichen Routine. Direkt nach dem Aufstehen bin ich bekanntermaßen eh noch nicht ansprechbar. Da kann ich auch 20 Minuten mit Öl im Mund vor mich hin sinnieren 😅

Danielle Berg lächelt, im Hintergrund grüne Blätter im Sonnenlicht

Wer hier schreibt

Hi, ich bin Danielle. Hier schreibe ich über meine ungeplante Reise – über das, was nach der Diagnose kam, und über das, was mir unterwegs geholfen hat. Angefangen habe ich damit, weil es einfacher war, als immer wieder dieselben Fragen zu beantworten. Geblieben bin ich, weil ich Mut machen möchte – Betroffenen wie Angehörigen.

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Meine ungeplante Reise

Alle Beiträge aus der Zeit nach meiner Diagnose – ein persönliches Tagebuch, keine medizinische Beratung.

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