Der Knoten ist geplatzt – Das Gespräch mit der Frauenärztin

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Dicker Knoten in einem Kletterseil vor herbstlichem Wald

Wir waren noch mal bei meiner Frauenärztin und ich bin ihr so dankbar. Sie hat sich unfassbar viel Zeit genommen und nochmal ganz sachlich und doch einfühlsam erklärt, warum diese Art der Therapie die sinnvollste ist.

Es gibt mehrere Faktoren, die dafür sprechen:

  1. Der Ki67-Wert liegt mit 40% schon recht hoch, was heißt, dass der Krebs recht aggressiv ist und ziemlich schnell wächst. Vielleicht haben sich auch schon unbemerkt kleine Krebszellen irgendwo im Körper verteilt, die ggf. mit dem menschlichen Auge nicht zu erkennen sind.
  2. Da dieser Tumor so schnell wachsend ist, geht man davon aus, dass er auch gut auf die Chemo anspricht (im Gegensatz zu langsamer wachsenden Exemplaren).
  3. Wenn man jetzt mit der Chemo anfängt, kann man den Tumor verkleinern und muss somit später bei der OP nur noch Reste entfernen – damit lässt sich die Brust ggf. erhalten.
  4. Wenn man die Chemo vor der OP macht, kann man recht schnell sehen, ob die Chemo anschlägt. Wenn dem so ist, dann kann man ziemlich sicher sein, dass auch kleinste Zellen mit weggeräumt werden. Nach der OP lässt sich das ggf. nicht mehr erkennen und man würde quasi blind irgendwas geben und hoffen. Vor der OP kann man ggf. nachsteuern.

Ok, wenn doch aber der Tumor so viele Hormon-Rezeptoren hat – warum macht man dann nicht parallel die Anti-Hormon-Therapie?

Weil der Körper dann zusätzlich belastet ist und man nicht mehr einordnen kann, woher welche Nebenwirkungen kommen. Außerdem weiß man dann auch nicht mehr was jetzt geholfen hat und was nicht.

Das ist für mich alles sehr einleuchtend und mir ist klar geworden, dass vermutlich jeder andere Arzt zu dem selben Ergebnis kommen würde.

Für mich ist in dem Gespräch ein Knoten geplatzt und ich kann jetzt überzeugt in die Therapie gehen.

Danielle Berg lächelt, im Hintergrund grüne Blätter im Sonnenlicht

Wer hier schreibt

Hi, ich bin Danielle. Hier schreibe ich über meine ungeplante Reise – über das, was nach der Diagnose kam, und über das, was mir unterwegs geholfen hat. Angefangen habe ich damit, weil es einfacher war, als immer wieder dieselben Fragen zu beantworten. Geblieben bin ich, weil ich Mut machen möchte – Betroffenen wie Angehörigen.

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Meine ungeplante Reise

Alle Beiträge aus der Zeit nach meiner Diagnose – ein persönliches Tagebuch, keine medizinische Beratung.

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